Zum Schwerpunkt meiner Ausstellung:
Begegnung mit meinen Lieblingskünstlern
Durch meine seelische Verbindung zu Egon Schiele und die Beschäftigung mit seinem faszinierenden künstlerischen Schaffen, kam ich auf die Idee mit weiteren meiner Lieblingskünstler in Beziehung zu treten. Nun ist eine Serie von 7 Bildtafeln in Öl daraus entstanden. Es heißt zwar: „Du sollst dir kein Bildnis machen“, doch das stets Rebellische in mir sagt: „Mache dir ein Bildnis!“ Sich ein Bildnis von etwas zu machen, bedeutet für mich, Erkenntnis für mein Leben zu erlangen, um mir dadurch einen ganz persönlichen Freiraum zu erobern, z.B. den Raum mit meinen liebsten Künstlern.
Für mich ist Carbon weit mehr als ein technisches Material – es ist Inspiration und Ausdruck zugleich. Seine Leichtigkeit, Stabilität und die charakteristische Gewebestruktur verleihen meinen Werken eine faszinierende dreidimensionale Tiefe und eine moderne, elegante Ausstrahlung.
Nach intensiver Forschung habe ich Farben und Pigmente entwickelt, die auf Carbon ihre volle Leuchtkraft entfalten. So entstehen Werke, die – je nach Lichteinfall – immer neue Facetten zeigen.
Für diese besondere Technik erhielt ich 2021 den Gebrauchsmusterschutz, 2024 verlängert. Durch eine abschließende Versiegelung mit UV-beständigem Klarlack sind die Werke feuchtigkeitsresistent und auch für den Außenbereich geeignet.
Neben meinen Carbonbildern stelle ich auch Aquarelle und Acrylbilder aus, um meine ganze Vielfalt an Kreativität zu präsentieren.
Vom 04. bis 11. September verwandelt sich auch dieses Jahr das Glashaus wieder in ein großes Atelier, in dem Künstlerinnen der Gemeinschaft arbeiten. Es wird gemalt, modelliert, skulptiert und diskutiert.
Am Mittwoch, 9. Septembervon 16 - 18 Uhr öffnet das Glashaus-Atelier seine Tore für Besucherinnen und Besucher, um den Künstlerinnen über die Schulter zu schauen und mit ihnen in Kontakt treten zu können.
Mit einer festlichen Vernissage am Sonntag 13. September um 17:00 Uhr wird die Ausstellung, begleitet von Hilde Pohl am Piano, der Öffentlichkeit präsentiert.
Zur Midissage am Sonntag, 20. September, kommen zu einer Lesung Literatinnen zu Wort.
Finissage am Sonntag, 27. September
von 16 bis 17 Uhr Künstlerinnengespräche.
Folgende Bilder aus der Arbeitswoche 2024:
Mit der Ausstellung „Der Prozess II“ bringt Helen McLaren optimistische und farbenfrohe Gemälde nach Roth. Unter dem Titel "Der Prozess II" präsentiert sie Menschen-Bilder in Kombination mit bunter Blütenpracht. Die Kunstwerke fangen die seelische Verfassung unterschiedlicher Personen ein. So erzählt jede Leinwand eine Geschichte der Porträtierten, in leisen Zwischentönen oder in der Explosion der Farben. Behutsam geht die Malerin vor, stets bemüht, das Große im vermeintlich Kleinen zu finden. Die Porträtierten sind unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft und vermischen sich in einer Welt, in der sich Kulturen zunehmend durchdringen und globaler werden.
Neben den jungen, frischen Bildern zeigen ältere Werke dunklere Porträts in fein gearbeiteter Nachdenklichkeit der Gesichter und damit die Entwicklung der Künstlerin.
Natur erleben und die Begegnungen fotografisch einfangen, Stille genießen. Es ist die Freude am spielerischen Umgang mit der Kamera, die immer wieder neue, oft malerische Bilder entstehen lassen. Die Erinnerung an die Stimmung in der Natur spiegeln sich in den Haikus wieder, die dazu entstehen. Die traditionelle japanische Gedichtform der Haiku mit dem 17 Silben (im 5-7-5 Muster) beschreibt den gegenwärtigen Moment bei den Naturbeobachtungen.
Keramikgeschöpfe in Raku und Steinzeug gebrannt, mit Pflanzenteilen, Blüten und Hölzern arrangiert, setzen einen reizvollen und geerdeten Kontrapunkt.
"Bettina Jaenickes Aufmerksamkeit gilt in erster Linie der Natur und den Naturphänomenen. Ihre Motive transzendieren trotz zunächst erkennbarer Materialität ins Abstrakte, werden bei längerer Bertrachtung zur Struktur, zerfließen zur flirrenden Essenz des ursprünglich realen Gegenstandes ihrer Betrachtung. Diesen dynamischen Transformationsprozess in notgedrungen statischen Gemäden so überzeugend zu visualisieren, das muss man erst mal hinbekommen. (...) Fast immer haben die Motive ihrer Bilder einen "realen Aufhänger", der dann während der Betrachtung ein eigenartig abstraktes Eigenleben zu entwickeln scheint."
Ralf Stenzel
(Dienstmann a.D, 2024)
"Bettina Jaenicke zeigt Landschaften oder besser gesagt ihre Erinnerungen an Landschaften - unscharf und elegisch wie Erinnerungsfetzen, die sich dem Blick entziehen."
Birgit Ruf
(Nürnberger Nachrichten, 10/25)
www.bettina-jaenicke.de
Gefühle sind der Draht zu unserer Seele. In einer Welt, in der Computer und KI eine immer größere Rolle spielen, lädt diese Ausstellung ein, uns wieder an unsere Menschlichkeit zu erinnern.
Tauchen Sie ein in die Welt der Augenblicke und erleben Sie, wie Kunst dazu anregt, unsere eigenen Gefühle zu reflektieren. Die Begegnung mit den Gemälden soll ein Dialog sein zwischen Betrachter und dem Dargestellten.
Mit ihren Werken möchte die Künstlerin über die visuelle Wahrnehmung hinaus tief in die menschlichen Emotionen eindringen und daran erinnern, was „MENSCH-SEIN“ tatsächlich ausmacht.
Ansprechpartnerin Kunst:
Roswitha Madlon Hölle
rhoelle@glashaus45.de